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Juni 2020 / INVESTMENT INSIGHTS

China führt die Erholung in Asien an

Da COVID-19 abebbt, öffnet China die Wirtschaft wieder

Überblick

  • Peking hat das Coronavirus recht erfolgreich eingedämmt, wie am Konsum- und am Geschäftsklima abzulesen ist, die auf normalere Niveaus zurückkehren.
  • Aufgrund der Unsicherheit wurde für 2020 kein Wirtschaftswachstumsziel formuliert. Doch um eine stabile Beschäftigung zu erreichen, könnte ein positives Wachstum von 2% bis 3% nötig sein.
  • China und Nordasien dürften bei einer Konjunkturbelebung nach der Coronavirus-Pandemie vorweg marschieren und sind besser gerüstet, um eine mögliche zweite Welle zu bewältigen.


Im Kampf gegen das Coronavirus verhängte China früher als andere Länder den Lockdown – und lockerte die Beschränkungen auch früher. Die staatlichen Maßnahmen in der Anfangsphase der Krise konzentrierten sich auf die Eindämmung des Coronavirus durch Lockdowns, Reise- und Einreisebeschränkungen sowie strikte Quarantänevorschriften. Im März folgte die zweite Phase, in der die Politik den Fokus auf die allmähliche Lockerung der Beschränkungen und die Wiedereröffnung der Wirtschaft des Landes legte. Ein wichtiger Meilenstein wurde Anfang April erreicht. Nach elf Wochen gab China das Ende des Lockdown in Wuhan bekannt, dem Epizentrum des ersten Ausbruchs. Gestrandete Reisende konnten endlich wieder nach Hause und Wanderarbeiter an ihre Arbeitsplätze zurückkehren.

Wie erfolgreich Pekings Strategie zur Eindämmung des Coronavirus war, ist am Konsum- und Geschäftsklima abzulesen, die wieder normalere Niveaus erreichen. Ein Lichtblick ist zum Beispiel der Immobiliensektor. Der starke Rückgang der Transaktionen während des Lockdown hat Angst vor einem Absturz der Immobilienpreise geweckt, der letztlich aber ausgeblieben ist. Stattdessen hat sich infolge der aufgestauten Nachfrage bei potenziellen Hauskäufern der Absatz von Wohnimmobilien sogar schneller erholt als erwartet. Der Wohnimmobiliensektor scheint relativ ungeschoren aus der Coronavirus-Pandemie davonzukommen – ein Problem weniger für die Wirtschaft im Jahr 2020.
 

Geschäfts- und Konsumklima auf Erholungskurs

Auch wenn nach wie vor viele Risiken und Unsicherheiten bestehen, bessern sich die Zuversicht und die Stimmung unter chinesischen Unternehmern und Geschäftsleuten zusehends. Die Kennzahl der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für die Zuversicht in Chinas verarbeitendem Gewerbe ist im April auf den höchsten Wert seit Oktober 2018 gestiegen. Kurz vor der Jahresmitte normalisiert sich die wirtschaftliche und soziale Aktivität landauf, landab weiter. Trotz weniger Rückschläge legen der Dienstleistungs- und der Konsumsektor noch immer ein geringeres Tempo an den Tag als die Industrie. (Siehe Abb. 1; anhand häufig veröffentlichter Daten wird die Wiedereröffnung von Chinas Wirtschaft genau verfolgt.) Die Belebung der wirtschaftlichen Aktivität ist zudem vor allem bei größeren Unternehmen festzustellen; dagegen haben Chinas kleinere und mittelgroße Unternehmen (KMU) in vielen Bereichen noch immer zu kämpfen. Die KMU sind ein wichtiger Pfeiler der chinesischen Wirtschaft. Die Politik weiß das nur zu gut, und so richteten sich beim Nationalen Volkskongress (NVK) einige der beschlossenen Konjunkturmaßnahmen und Finanzhilfen speziell an Chinas KMU.

In Chinas Industriesektor ist nach Angaben des Nationalen Statistikamts der Normalisierungsprozess weitgehend abgeschlossen. Mehr als 97% der größeren Industrieunternehmen hatten bis April den Betrieb wieder aufgenommen, über die Hälfte davon mit einer Kapazitätsauslastung von 80% oder mehr im Vergleich zu normalen Zeiten. Gegen Ende April bestätigte Moody‘s in einem allgemein positiven Bericht über das Land das Rating A1 für Chinas Staatsanleihen und merkte an, dass China den nötigen politischen Spielraum besitze, um das Coronavirus zu bekämpfen und eine Konjunkturerholung im 2. Halbjahr zu unterstützen.
 

NVK bestätigt: Konjunkturförderung liegt im Plan

Mit zwei Monaten Verspätung kam im Mai das chinesische Parlament, der Nationale Volkskongress, zusammen. Dass dieses Ereignis in Peking stattfinden konnte, ist ein Beleg für Chinas Erfolg im Kampf gegen das Coronavirus. Der traditionelle Wirtschaftsbericht von Premierminister Li Keqiang am ersten Tag des NVK brachte kaum Überraschungen. Dies bestätigt, dass Peking nach eigenem Dafürhalten die richtigen Maßnahmen ergriffen hat, um die Erholung zu unterstützen. Wegen der vom Coronavirus verursachten Unsicherheit wurde für 2020 erstmals seit Einführung der Zielvorgaben im Jahr 1994 kein offizielles BIP-Wachstumsziel formuliert. Das ist sinnvoll, da die politischen Entscheidungsträger dadurch während der Wiedereröffnung der Wirtschaft flexibler agieren können. Sie haben so schon alle Hände voll zu tun, auch ohne sich über eine Zielvorgabe für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Gedanken machen zu müssen, das laut Li ohnehin ein „menschengemachtes“ Konstrukt ist. Für den NVK haben im Jahr 2020 die Beschäftigung und die Stabilisierung des Arbeitsmarkts Priorität, ebenso der Armutsabbau. Die Zielvorgabe für die Arbeitslosigkeit in Städten ist mit 6% durchaus ehrgeizig, würde dies doch bedeuten, dass sie vom aktuellen Niveau aus nicht weiter ansteigt. Die Prognosen für den Privatsektor gehen gewöhnlich von einem Anstieg der Arbeitslosigkeit auf mindestens 10% bis Dezember aus – nach Berücksichtigung der Wanderarbeiter, die in der offiziellen Statistik nicht vollständig erfasst sind.
 

Fiskalpolitik beim NVK im Rampenlicht

Wie erwartet war bei den Bemühungen um den Neustart der chinesischen Wirtschaft die Fiskalpolitik der Dreh- und Angelpunkt beim NVK. Das Haushaltsdefizit der Zentralregierung soll nur mäßig von 2,8% im Jahr 2019 auf 3,6% in diesem Jahr steigen. Eine breiter gefasste Kennzahl, die nicht im Haushalte erfasste Ausgaben – vor allem Spezialanleihen zur Infrastrukturfinanzierung – beinhaltet, zeigt einen Anstieg des Haushaltsdefizits von 5% des BIP im letzten Jahr auf 8% im Jahr 2020. Selbst auf Basis dieser breiter gefassten Kennzahl mutet Chinas fiskalpolitische Reaktion auf das Coronavirus im Vergleich zu anderen Ländern moderat an, und so zeigten sich die Finanzmärkte anfangs auch enttäuscht. Die kürzere Dauer des Lockdown in China, der mit den chinesischen Neujahrsferien zusammenfiel, hat aber geringere wirtschaftliche Schäden verursacht, so dass extremere politische Maßnahmen weniger nötig sind. Wie Moody‘s anmerkt, erhält China bei der Förderung des Aufschwungs Unterstützung aus anderen Kanälen, unter anderem von staatseigenen Banken und Unternehmen. Das bedeutet, dass die staatlichen Gesamthilfen für die Wirtschaft im Falle Chinas über den Ausgaben liegen, die direkt im Haushalt ausgewiesen werden.

Blick auf die Wiedereröffnung von Chinas Wirtschaft

(Abb. 1) Häufig veröffentlichte Daten zur Produktion und zur Arbeitskräftemobilität

Blick auf die Wiedereröffnung von Chinas Wirtschaft

Stand: 16. Mai 2020 Migrationsreihe per 4. Mai 2020 beendet. 
Quelle: Sanford C. Bernstein (Hong Kong) Limited. Analysen von T. Rowe Price.

Was die Geldpolitik betrifft, hat sich im April das Kredit- und Geldmengenwachstum im zweiten Monat in Folge beschleunigt. Das Wachstum der gesamten sozialen Finanzierung hat auf Jahresbasis von 11,5% im März auf 12,0% im April zugelegt; kurzfristige Schuldverschreibungen sowie Unternehmensanleihen zeigten sich besonders stark. Laut ihrem letzten Quartalsbericht wird die People’s Bank of China „wirksamere“ Maßnahmen ergreifen, um auf die beispiellosen wirtschaftlichen Herausforderungen zu reagieren. Die Lockerung der Geldpolitik dürfte in China aber mäßig bleiben, da sich Peking der Gefahren einer weiteren schnellen Kreditschöpfung bewusst ist. Die umfangreichen unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen, die im Westen eilig ergriffen wurden, waren wegen der stark beeinträchtigten Kreditvergabe unumgänglich – ein Problem, das China nicht hat. Chinas Problem besteht eher darin, dass sich die Kreditvergabe in den zehn Jahren seit der Finanzkrise auf hohe Niveaus hochgeschaukelt hat. In den letzten Jahren legte die Regierung den Fokus dagegen auf moderates Kreditwachstum und den allmählichen Schuldenabbau. Sie weiß, dass sie diese Politik angesichts des Kampfs gegen das Coronavirus nun beiseiteschieben muss. Doch gleichzeitig will die Regierung in Peking auch nicht den Eindruck erwecken, dass sie von ihrer Zusage, das Kreditwachstum besser zügeln, abgerückt ist.

Stable bond and currency markets help to provide a favorable backdrop for Chinese equities, in our view.

Bei seinem gezielten Ansatz zur Reflation hat China mehr Möglichkeiten als andere Länder. Dieser Ansatz lässt Spielraum für weitere Unterstützung für die Wirtschaft, falls nötig – Unterstützung, von der die heimischen Anleger wissen, dass sie, auch ohne unnötige Schulden oder Kreditwachstum, rasch und effektiv umsetzbar ist. Was die nächste Zeit betrifft, ist die Auslandsnachfrage aktuell das größte wirtschaftliche Risiko für China, da sich die vom Coronavirus ausgelöste globale Rezession erst jetzt nach und nach bemerkbar machen wird. Wir glauben aber, dass fiskalpolitische Impulse durch Infrastrukturinvestitionen zusammen mit der aufgestauten Konsum- und Immobiliennachfrage genügen dürften, um die schwächere Exportnachfrage auszugleichen und eine Schrumpfung der chinesischen Wirtschaft im Jahr 2020 zu verhindern.
 

Stabile Anleihe- und Währungsmärkte positiv für Aktien

Stabile Anleihe- und Währungsmärkte tragen unseres Erachtens zu einem positiven Umfeld für chinesische Aktien bei. Chinas inländischer Anleihemarkt kann solide Fundamentaldaten vorweisen und bietet ausländischen Anlegern neben Diversifikationsvorteilen auch attraktive Renditen. Die Mittelzuflüsse in Anleihen von Chinas Zentralregierung sind daher positiv geblieben(7,25 Mrd. USD im April). Die Nachfrage ausländischer Anleger dürfte angesichts der Lockerung der Geldpolitik und der sinkenden Inflation weiter anziehen.

Beim NVK sagte Li zu, Chinas Währung, den Renminbi (RMB), stabil auf einem angemessenen Niveau zu halten. Die wachsenden Spannungen zwischen den USA und China haben dazu geführt, dass der Renminbi in letzter Zeit gegenüber dem US-Dollar nachgegeben hat. Peking zeigt aber weiterhin keinen Willen, die Währung absichtlich schwach zu halten – eine sehr riskante Option bei aufgewühlten Märkten, die Chinas langfristigem Ziel widerspricht, den RMB als Weltwährung zu etablieren. Seit dem Ausbruch der Coronavirus-Krise ist der RMB stärker als die durchschnittliche Schwellenlandwährung und hat auf handelsgewichteter Basis seit Jahresbeginn aufgewertet.
 

Aussichten für Anlagen in China nach dem Coronavirus sind gut

Die Anleger müssen das Risiko einer zweiten Welle von Coronavirus-Infektionen im Auge behalten, wenn die Menschen in China wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren und im ganzen Land das gesellschaftliche Leben wieder hochgefahren wird. Es bestehen bedeutende potenzielle Risiken, etwa im Zusammenhang mit den Handelsspannungen und der Politik der USA im Vorfeld der Wahl. Gleichwohl raten wir Anlegern, den Blick vor allem auf die mittel- bis langfristigen Aussichten und die soliden Fundamentaldaten vieler chinesischer Unternehmen zu richten. Anders als die USA, Europa und Japan dürfte China im Jahr 2020 von Negativwachstum verschont bleiben und ein BIP-Jahreswachstum im Bereich von 2% bis 4% erzielen. Chinesische Unternehmen dürften dadurch wiederum mit die Ersten sein, die im Jahr 2021 den Beginn eines neuen Gewinnwachstumszyklus verzeichnen werden.

Unser strategischer Anlageschwerpunkt liegt auf Unternehmen, die in der sich verändernden chinesischen Wirtschaft, angetrieben von den Wachstums- und Nachfragetrends im Inland, auf lange Sicht zu den Gewinnern zählen dürften. Bei Anlagen in China glauben wir an einen ganzheitlichen Ansatz, der im gesamten Spektrum der börsennotierten chinesischen Unternehmen nach den besten Risiko- und Renditemöglichkeiten Ausschau hält, unabhängig davon, wo diese aktuell notiert sind (Onshore, Offshore oder als American Depositary Receipts (ADRs)). Viele ausländische Anleger legen den Fokus in China in erster Linie auf die gängigen, gut analysierten Mega Caps. Unser Research- und Anlageprozess für China reicht dagegen weit über jene Titel heraus, die gewöhnlich in den China-Portfolios vieler ausländischer Anleger vertreten sind. Das bedeutet, dass unser Ansatz einen hohen aktiven Anteil vorsieht, der von den sich rasch entwickelnden strukturellen Trends in Chinas Wirtschaft und an Chinas Märkten zu profitieren versucht.
 

Viele chancenreiche Segmente für Anleger in China

Wir sind davon überzeugt, dass die soziale Distanzierung und die Regelungen zum Arbeiten im Home Office viele Trends, die in China bereits erkennbar sind, verstärken werden. Dazu zählt zum Beispiel auch die stärkere Nutzung von Online-Diensten, E-Commerce, Spielen und Lebensmittellieferdiensten sowie Supermarktseiten und Cloud-Diensten im Zusammenhang mit der Arbeit „von zu Hause aus“. Im Sektor Unternehmensdienstleistungen sehen wir gute potenzielle Anlagechancen im Immobilienmanagement (einem Bereich, der sich in China rasant entwickelt) sowie in den Bereichen Logistik und Personalwesen.

Unternehmen mit langfristigem Wachstum beurteilen wir weiterhin positiv, darunter Unternehmensdienstleister, etwa aus dem Bereich Immobilienmanagement und Logistik. Wir glauben fest, dass der Trend zum Konsum von Premiumartikeln nach der durch das Coronavirus bedingten kurzzeitigen Unterbrechung weitergehen wird. Das Tempo, mit dem sich chinesische Unternehmen auf der Technologiekurve nach oben bewegen, ob in der Bio- oder Informationstechnologie, beeindruckt uns immer wieder.

Chinesische A-Aktien weiterhin unterrepräsentiert und unterkauft

(Abb. 2) Marktkapitalisierung von China-Universum, MSCI China Index und großen China-Fonds

Chinesische A-Aktien weiterhin unterrepräsentiert und unterkauft

Stand: 31. März 2020.

Quellen: MSCI, Goldman Sachs, Morningstar. Im Abschnitt „Zusätzliche Angaben“ finden Sie weitere Informationen zu den Quellen. Die 10 größten China-Fonds sind die 10 größten Fonds – nach
Aktientyp – im Morningstar-Universum der Aktien aus China.

Kurzfristig erkennen wir Möglichkeiten in Unternehmen, die vorübergehend Auswirkungen von COVID-19 spüren könnten, deren Ertragskraft in einem oder zwei Jahren unserer Erwartung aber weitgehend intakt sein dürfte. Interessant finden wir außerdem Unternehmen, die durch Selbsthilfe aus eigener Kraft eine positive Entwicklung einleiten können, sei es durch starke Produktzyklen oder einen Turnaround im operativen Geschäft.

Längerfristig bleiben wir zuversichtlich für Chinas Zukunft – daran ändert auch das Coronavirus nichts. In den letzten zehn Jahren hat sich die Struktur der chinesischen Wirtschaft verändert: Während früher vor allem Infrastruktur- und Wohnbauinvestitionen, Exporte und Industrieprodukte mit geringem Mehrwert zählten, gewinnen der Konsum, das Gesundheitswesen, der Dienstleistungssektor, moderne Technologien und die industrielle Automatisierung immer mehr an Bedeutung. Wir gehen davon aus, dass sich diese starken Trends fortsetzen werden. Beim NVK betonte Staatspräsident Xi Jinping, dass China entschlossen an einem neuen Entwicklungsplan festhalte, in dem „die Binnenwirtschaft [d.h. die Inlandsnachfrage] die beherrschende Rolle spielt.“ In der Zukunft werde China die Inlandsnachfrage als Ausgangspunkt für den „beschleunigten Aufbau eines umfassenden auf den Binnenkonsum ausgerichteten Wirtschaftssystems“ behandeln.

An education dividend that will improve the quality of the labor force and help to drive China up the value chain...

Die Stärke und die Tiefe der Reaktion der chinesischen Industrie wurden während der Coronavirus-Krise weiter bestätigt. Trotz des feindseligen Tons zwischen den USA und China in Sachen COVID-19 wird die Welt vielleicht feststellen, dass China noch immer ein wesentlicher Bestandteil der globalen Lieferketten ist. Das Land verfügt über die umfassendste / bestintegrierte Lieferkette – von arbeitsintensiver Bekleidung / Spielwaren bis hin zu medizinischen und technologischen Produkten mit hohem Mehrwert. Daran dürfte sich vorläufig nichts ändern. In wenigen Jahren wird China unserer Ansicht nach die größte binnenkonsumorientierte Volkswirtschaft der Welt sein, mit enormen Größenvorteilen bei vielen Produkten. China kultiviert unbeirrt die „New Economy“ für die Zeit nach COVID‑19 und setzt nach wie vor auf Technologie und Innovation, um die Produktivität weiter zu verbessern.

Und ein letzter Punkt: Jeder weiß zwar, dass Chinas Erwerbsbevölkerung in den nächsten Jahrzehnten nach und nach schrumpfen dürfte, doch viele scheinen das Gute an Chinas Bildungsdividende zu ignorieren. Die Zahl der Schüler, die ein Studium aufnehmen, lag vor 20 Jahren bei rund 1 Million, heute bei über 9 Millionen. Wir erwarten, dass in 20 Jahren 30% bis 40% der chinesischen Bevölkerung einen Universitätsabschluss haben werden, verglichen mit aktuell gerade einmal 6% bis 7%. Daraus ergibt sich eine Bildungsdividende, die für besser qualifizierte Arbeitskräfte sorgt und China helfen wird, in der Wertschöpfungskette nach oben zu klettern, durch Innovation in Wissenschaft, Technologie, Forschung und Entwicklung.

Darauf achten wir in nächster Zeit

Wir werden im 2. Halbjahr 2020 versuchen zu beurteilen, welchen Effekt die Stärkung der Inlandsnachfrage in China durch die fiskal- und geldpolitischen Impulse einerseits und die Belastungen der chinesischen Exporte durch den schwächeren Welthandel andererseits unter dem Strich haben.

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