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August 2020 / INVESTMENT INSIGHTS

Globale Assetallokation: Einblicke für August

Informieren Sie sich über die aktuellen Themen an den globalen Märkten und die Aussichten für die wichtigsten Regionen der Welt

MARKTEINBLICKE

Stand: 31. Juli 2020

Nicht gegen die FAANGs stellen?1

Seit Anfang dieses Jahres haben sich Wachstumswerte mehr als 30% besser entwickelt als Substanzwerte. Und zwar (wegen ihrer defensiven Merkmale) nicht nur als der Markt nachgab, sondern auch in der Erholungsphase. Seit über zehn Jahren profitieren Wachstumswerte von langfristigen Trends, ihrem Asset-Light-Geschäftsmodell und der weniger zyklischen Ausrichtung. Die Shutdowns in jüngster Zeit waren für viele Wachstumsunternehmen tatsächlich sogar auch positiv, weil Trends in Bereichen wie Online-Shopping, Videostreaming und Cloud-Computing dadurch beschleunigt wurden. Während die Gewinne im S&P 500 im Quartal wohl um fast 35% eingebrochen sind, dürften die FAANGs ein durchschnittliches Gewinnwachstum von 20% vermelden. Die Bewertungen von Wachstumstiteln wirken zwar angespannt, doch die Fundamentaldaten sind nach wie vor gut. Zudem gehen viele davon aus, dass das aktuelle Umfeld mit wenig Wachstum und niedrigen Zinsen weiter andauern wird. Und in der Vergangenheit war ein solches Umfeld gewöhnlich gut für Wachstumswerte. Der Markt hat Substanzwerte zwar abgeschrieben, doch Fortschritte bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus oder Anzeichen einer Erholung des weltweiten Wachstums könnten durchaus eine längst überfällige Rally auslösen – die wahrscheinlich aber nicht den Auftakt zu einem neuen Zyklus für Substanzwerte bilden wird.

Nicht so hastig mit diesem „V“

Das globale Wachstum erreichte im 2. Quartal ein Rekordtief, brach die Produktion in den USA doch um fast 33% und in der Eurozone sogar um mehr als 40% (annualisiert) ein. Dass die Gesamtdaten für das Bruttoinlandsprodukt so ausfielen, kam zwar nicht unerwartet, jedoch werfen die zuletzt durchwachsenen Arbeitsmarktdaten Zweifel an der in den USA bestehenden Hoffnung auf, dass die zügige Erholung, deren Zeugen wir im Mai und Juni wurden, bis zum Ende des Jahres andauern könnte. Im Juli stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in zwei Wochen in Folge, was die Arbeitsmarkterholung infrage stellte. In der letzten Woche war indes eine Entspannung bei diesen Erstanträgen festzustellen. Falls dieses stätig ändernde Umfeld noch weiter Bestand hat und die US-Bundesregierung die zusätzliche Unterstützung für arbeitslose Amerikaner – die viele von ihnen während der Krise überhaupt nur über Wasser gehalten hat – kürzt, könnte dies die Hoffnung des Aktienmarkts auf eine V-förmige Erholung im 2. Halbjahr zunichtemachen.

US-Dollar verschafft Schwellenländern keine Erleichterung

Im Juli sanken sowohl der US-Dollar (USD) als auch die Rendite der US-Treasuries auf die tiefsten Stände seit mehreren Jahren. Auslöser waren die wieder steigende Zahl von Coronavirus-Infektionen und die Zusage der US-Notenbank, an der expansiven Geldpolitik festzuhalten. Solche Rahmenbedingungen wären normalerweise in einem Niedrigzinsumfeld vorteilhaft für Schwellenländer mit höherem Zinsniveau und würden deren Währungen positive Impulse geben. Die nicht nachlassende Belastung der Wirtschaft durch die aktuelle Krise und der begrenzte Spielraum für fiskal- und geldpolitische Impulse, außer in China, trüben jedoch die Stimmung – trotz der USD-Schwäche. Dies ist deutlich an der Wertentwicklung der Währungen der Schwellenländer ablesbar, die beim virus-bedingten Abverkauf und der Erholung danach auseinanderdriftete. Länderspezifische Probleme, darunter die finanzielle Instabilität, sind weiterhin eine Beeinträchtigung für einige lateinamerikanische Länder. Dies wiederum führt zu einer deutlich schwächeren Wertentwicklung verglichen mit den stabileren Währungen asiatischer Schwellenländer. Ein schwächerer USD beseitigt zwar ein bedeutendes Risiko für Anlagen in Schwellenländern, doch solange die Krise andauert, sind die Schwellenländer generell noch zahlreichen weiteren, großen Risiken ausgesetzt.

Einen Überblick über die Entwicklungen in den einzelnen Regionen finden Sie hier.

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Yoram Lustig

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